Emilia Korth und Musik – die beiden gehören schon fast ein Leben lang zusammen. Ob als Kind mit der Familienband oder als Musicaldarstellerin nach ihrem erfolgreichen Gesang-, Tanz- und Schauspielstudium, die Musik ist Beruf und Berufung in einem. Nun hat die Sängerin ihre erste Single „Hoch hinaus“ veröffentlicht und wir haben sie direkt zum Interview gebeten.

Herzlichen Glückwunsch zu deiner ersten Single. Der erste Song ist ja immer etwas Besonderes; wie fühlst du dich jetzt, wo du ihn endlich mit der Welt teilen kannst?

Emilia: Dankeschön erstmal! Es war ein ganz neues Gefühl von Aufregung, wie vor einem Riesen-Gig nur irgendwie anders, weil die Nähe zum Publikum gefehlt hat. Vor allem sind die eigenen Zeilen ja eine Art Tagebuch-Offenbarung, aber genau das bin ich bereit mit der Welt zu teilen, wenn es anderen vielleicht helfen kann, Dinge zu verarbeiten oder halt einfach mal gute Laune macht.

Warum fiel die Wahl ausgerechnet auf „Hoch hinaus“ als ersten Release? Wenn man die Single mal als eine Art Visitenkarte nimmt, was verrät sie uns über dich und deine Musik?

Emilia: Mich hat das Thema, sich selbst in einer Beziehung nicht zu verlieren und einfach zusammen frei zu sein, in diesem Moment beschäftigt. Es wird auch noch ganz andere Themen geben. Meine Visitenkarte kann man dann Lied für Lied weiter entdecken. Aber es könnte draufstehen: bunt, mal fröhlich tanzbar, mal deep. So wie das Leben eben, ein Auf und Ab.

Du scheinst ja sehr früh zur Musik gefunden zu haben; liegt sie bei euch in den Familien-Genen? Was sind deine ersten musikalischen Erinnerungen aus deiner Kindheit?

Emilia: Genau; das Wohnzimmer als Proberaum und dann mit Cover-Songs der Rolling Stones, Kelly Family oder Marlene Dietrich ab auf die Bühne zum Straßenfest nebenan.

Wann war dann für dich klar, dass die Musik nicht nur Lebensinhalt sondern auch Lebensunterhalt sein soll? Und wie bist du dann zu Schauspiel und Musical gekommen?

Emilia: In Freunde-Bücher hab ich schon immer unter Traumberuf „Sängerin und Schauspielerin“ geschrieben. Auf der Bühne alles rauslassen zu können und aus schlechten Emotionen was Schönes zu zaubern, das hat auf mich gewirkt wie ein Sog. Ich hab das immer nebenbei weiterverfolgt, hab da aber nie wirklich an mich geglaubt, dass das tatsächlich als Beruf Realität werden könnte. Erst mit 19, als ich im Fitnessstudio vor mich hingejobbt habe, hat mich eine Bekannte aus dem Musical-Verein motiviert, so nach dem Motto: „was machst du hier eigentlich, du gehörst auf die Bühne“. Sie war immer ein Vorbild für mich, weswegen mich das besonders gepusht hat. Rückblickend kann ich nur jedem empfehlen: Geh einfach dem nach was dich glücklich macht, dann fängst du von alleine an, an dich zu glauben!

Toni Braxton hat mal in einem Interview gesagt, dass sie nach ihrer Zeit als Musicaldarstellerin am Broadway gewissermaßen wieder üben musste, Pop-Songs zu singen, da die Art des Singens doch sehr unterschiedlich ist. Musst du da auch bewusst umschalten oder geht das bei dir problemlos und unbewusst?

Emilia: Das ist eine Sache die zum Glück einfach so klappt. Vielleicht, weil ich immer gerne beide Stile gesungen habe. Allerdings steht mir das manchmal beim Komponieren im Weg. Eine gute Freundin, Hanna Dressler, die mir dann mit Ideen hilft, bekommt dann immer eine Sprachnachricht von mir: „Eeey, das klingt wieder so Disney. “ Was wiederum praktisch ist, da ich die Entwürfe dann für das Musical nehmen kann, an dem ich gerade nebenbei schreibe

.Was war für dich der Auslöser, als Solo-Künstlerin im Deutschpop-Bereich aktiv zu werden und eigene Songs zu schreiben? Ist das die Musik die du auch privat am liebsten hörst?

Emilia: Privat höre ich eigentlich sehr viel englischsprachige Musik, z.B. CCR oder Demi Lovato. Meine ersten Lieder, die in der Schublade liegen, sind auch auf Englisch. Deswegen war es erst ungewohnt für mich auf Deutsch zu schreiben, aber da mir als Künstlerin Texte sehr wichtig sind, hab ich mich für meine Muttersprache entschieden.

Möchtest du den Solo-Pfad jetzt auch konsequent weiter beschreiten? Hast du schon konkrete Pläne für weitere Songs oder auch den Wunsch, irgendwann mal als Live-Künstlerin unterwegs zu sein?

Emilia: Unbedingt. Meine zweite Single bekommt gerade noch ihren letzten Schliff und dann geht’s an die weiteren Tracks, die schon in der Warteschlange zur Produktion stehen. Meine erste EP ist damit geplant und dann will ich damit ganz viel live spielen.

Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen dir viel Erfolg mit deiner Single und sind gespannt was wir als nächstes von dir hören werden.

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