Warum klingt die Underground Szene immer gleich?
Seid ihr eingerostet? Warum klingt die Underground Szene immer gleich?
1. Oktober 2017 • geschrieben von:

Viel Geschnatter um gar nichts! Die meisten Newcomer verurteilen den sogenannten „Mainstream“ aus den Charts und distanzieren sich davon, denn er verdeutlicht die Einfallslosigkeit und steht im Konsens zu individuellen Projekten. Für eine Chartplazierung braucht man heutzutage nicht mehr viel.

Warum scheitern dann die meisten? In der Underground-Szene, zwischen tausenden Newcomern, hat sich über die Jahre ein einheitlicher Rhythmus gebildet, der die kreative Arroganz hervorhebt und die Kunst guter Musik untergräbt.

Ein neues Kräftemessen ist entstanden.

Die unter den Newcomern am stärksten vertretenen Genres Rock und Metal sind beide so überladen, dass in Clubs die Unterschiede gar nicht mehr bemerkbar sind. Spielt etwa schon die nächste Band? Eine Problematik, die schon bei vielen Veranstaltungen aufgefallen ist.

Die Lösung für viele, einfach ein neues Genre erfinden und behaupten, man ist anders – die Musik ist es dadurch nicht.Seid ihr etwa eingerostet? Warum heben sich viele Newcomer nicht mehr von der eigenen Masse ab? Machen sich viele die Mühe nicht mehr, da es sich kaum noch lohnt aus der eigenen Musik ein großes Plus herauszuholen?

Die meisten Veranstalter bieten Auftritte nur noch für umsonst an, warum dann alles geben und eigene Musik produzieren, wenn auf Cover-Songs mehr abgefeiert wird.Vielleicht ist es auch das Zusammenspiel zwischen fehlender Erfahrung und dem Gedanken, Erfahrung zu haben.

Warum machen sich Musiker gegenseitig schlecht, bewerten ihre Musik, obwohl sie sich im Ton kaum unterscheiden? Der Respekt untereinander ist über die Jahre verloren gegangen – die Qualität auch.Neben dem starken Wachstum von musikalischen Gleichheiten sprießen auch Labels, Agenturen und geldgierige Abzocker aus dem Boden, bei denen die meisten eines gemeinsam haben – keine Ahnung vom Geschäft.

Solange Musiker naiv und gedankenlos bleiben, ist es ein attraktives Geschäft. Labels sind ohnehin völlig überbewertet. Kaum eines gegründet, will man die großen Verträge machen, bei denen meistens die Künstler auf der Strecke bleiben. Mit sensationellen fünf Kontakten wird das Produkt dann umworben, man muss nur die Daumen drücken.

Die Musikbranche lebt von Überraschungen, von Bands, die sich mit Zeit, Kreativität und Geduld die richtige Basis für Erfolg erschaffen. Die Köpfe zusammenhängen und es rauchen lassen, bis die ideale Lösung gefunden ist. Kratzt man den Rost weg, steckt oft viel Qualität dahinter.

Man traut heute dem Motto „Einen Abnehmer findet man immer“, schließlich ist Geschmack relativ. Mit drei Spotify-Hörern ist allerdings noch nie einer reich geworden. Selbst Madonna hat gezeigt, mit 30 Millionen Euro im Marketing bleibt Qualität trotzdem schlecht.

Die Underground-Szene will sich nicht mit dem Mainstream vergleichen lassen, bewegt sich dennoch auf wackeligen Brücken durch das Land. Verbesserung – wünschenswert!