Was soll das? Facebook schränkt YouTube Videos ein
Was soll das? Facebook schränkt YouTube Videos ein
13. Januar 2018 • geschrieben von:

Viel Aufwand für Nichts – so kommt es einem zurzeit in der Musikbranche vor, denn teure und aufwändige Musikvideos bekommen keine Aufmerksamkeit mehr.

Nicht dass sich Musiker nicht mehr bemühen würden, ganz im Gegenteil, die Qualität vieler Videos ist die letzten Jahre durch neue und einfache Technik stark angestiegen. Das Problem ist eher die benötige und verdiente Aufmerksamkeit – die bleibt nämlich größtenteils aus.

Ein Grund für dieses Fiasko ist Facebook. Der Konzern hat sich dazu entschlossen, die eigene Video-Community kompakter zu machen und fremde Videos einzugrenzen. So wurde das automatische Abspielen von YouTube-Videos bei Facebook dauerhaft entfernt.

Wo früher noch gemütlich und effektiv das Video über die Facebook Pinnwand angeschaut werden konnte, ist jetzt der Klick zu YouTube notwendig.

Doch dabei bleibt es nicht: Wie uns ausgefallen ist, wurde zusätzlich die Sichtbarkeit der Beiträge mit YouTube-Links stark eingeschränkt. Auf unserer eigenen Seite (über 12.000 Likes) sehen gerade mal bis zu 600 Leute den Beitrag. In den meisten Fällen sogar nur bis zu 300 Leute.

Bereits jetzt steigen viele Musiker auf Facebook Videos um, ganz im Sinne des Konzerns. Doch die Zahlen, die manch einen Musiker erfreuen, sind nicht wirklich korrekt. Ein Facebook Video hat im Durchschnitt fast dreimal so viele Views wie bei Youtube. Schuld daran ist das automatische Abspielen der Videos durch Smartphones.

Die Funktion ist als Standard eingeschaltet und sorgt dafür, dass Videos beim Scrollen über die Pinnwand automatisch starten. Das bedeutet nicht, dass die Person es auch gesehen hat. Die meisten schalten diese Funktion nicht ab und schon werden Views generiert – falsche Views. Wer sich also zu sehr auf diese Statistik verlässt, wird kein korrektes Ergebnis erhalten.

Wer YouTube Videos teilen möchte, muss sich in Zukunft daran gewöhnen, dass man sie für Geld hervorheben muss oder dass die Sichtbarkeit deutlich geringer ist, als einem lieb ist. Für den Konzern spielt das erneut viel Geld in die Kassen, denn mit der Verzweiflung wächst auch die Bereitschaft, dem Konzern das zu geben, was er möchte.